Resolution für mehr Jugendmobilität

Eine Ausweitung des TOP-Jugendtickets auf Studierende und eine Anpassung der Schülerfreifahrt waren unter andrem Thema bei der letzten Gemeinderatssitzung am 10. September in Judenburg. Einstimmig war der Beschluss der 31 Gemeinderatsmitglieder zur Resolution „Jugendmobilität stärken“, die von GR Thorsten Wohleser (stv. JG Bundesvorsitzender) initiiert wurde.

Diese Resolution fordert die Landesregierung auf, mit der Bundesregierung über die Finanzierung und Umsetzung von zwei Kernforderungen zu verhandeln. Ein TOP-Jugendticket, das nicht nur für Lehrlinge und Schüler gilt. Im besten Fall sollte dieses Ticket allen Personen, für die Familienbeihilfe bezogen wird und die den Hauptwohnsitz oder ihre Schule bzw. Lehrstelle in der Steiermark haben oder an einer steirischen Universität/FH inskribiert sind, offen stehen. Sowie eine Schülerfreifahrt, in der die Benutzung auch zwischen den einzelnen Wohnorten der Erziehungsberechtigten und der Ausbildungsstätte möglich sein soll.

Wohleser und Reiter

Wohleser und Reiter

Beinahe 1.500 € für ein Jahresticket von Judenburg nach Graz – „Wie sollen sich das Studierende leisten können?“, fragt sich Thorsten Wohleser. „Leistbare Mobilität, Familienheimfahrten stärken und zugleich noch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten!, so lässt sich die Begründung zusammenfassen. Ebenfalls sehen wir dringenden Handlungsbedarf bei der Schülerfreifahrt, im Moment werden Patchwork Familien erheblich benachteiligt, den die Freifahrt ist immer nur zwischen einem Wohnsitz und der Ausbildungsstätte gültig. Mit dieser Resolution wollen wir ein Zeichen setzen, dass uns Schüler/Lehrlinge und Studierende nicht egal sind und es als notwendige Pflicht sehen für angemessene Ticketpreise einzutreten.“, erörtert Wohleser die Bewegungsgründe für diese Resolution.

Abseits der Resolution wurde auch der Grundsatzbeschluss zur „Nightline Murtal“ einstimmig angenommen. „Ein wichtiger und richtiger Schritt wird hier gesetzt, um unsere wunderbare Region für Jugendliche noch lebenswerter zu machen und der Landflucht entgegen zu treten.“, so Wohleser abschließend.

 

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